Promenade gourmande au parc de l´Eremitage

25. Mai 2022

Promenade gourmande au parc de l´Eremitage

Promenade gourmande au parc de l´EremitagePromenade gourmande au parc de l´EremitageAm Donnerstag, 26. Mai 2022 haben sich 20 Interessierte um 14 Uhr im Stadtteil St. Johannis in Bayreuth verabredet, denn Monique Neumann, Ehrenpräsidentin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bayreuth (DFG), hatte zur „Promenade gourmande au parc de l´Eremitage“ eingeladen.

Der erste Teil des Spaziergangs („promenade“) führte um die Pfarrkirche St. Johannis herum. Frau Irmhild Kohler, Mitglied der dortigen Gemeinde, erzählte den Besuchern die Baugeschichte der Pfarrkirche, die eine der ältesten Kirchen im Raum Bayreuth ist und bereits als mittelalterliche Wehrkirche mit schönem Blick über dem Roten Main diente. Im Inneren der Markgrafenkirche bewunderte die Gruppe den barocken Kanzelaltar ebenso wie die Stuckdecke mit goldenem Dreieck im Strahlenkranz, die von dem Markgraf Friedrich und seiner Ehefrau Wilhelmine von Preußen im Zuge der barocken Umgestaltung der Kirche im 18. Jahrhundert beauftragt wurden. Beeindruckend sind auch die Engel, der Taufengel und die Blumen an der Decke und an den Brüstungen. Hinter dem Altar, im ehemaligen Chorraum, befindet sich ein gotisches Gewölbe mit Malereien aus 1430, das ebenso die Besucher staunen ließ.

Beim Verlassen der Kirche staunen die Gäste weiter, denn Monique hatte im Kirchhof einen kleinen Umtrunk vorbereitet und bot Getränke und selbstgebackene französische „gourmandises“ (quiche, saucisson, pâté, gâteau, …) an. Gestärkt konnte die Gruppe ihren Spaziergang in Richtung Schlosspark der Eremitage fortsetzen, der zu den herausragenden Kulturdenkmälern der Region gehört.

Monique nahm die Teilnehmer auf den Spuren von Markgraf Georg Wilhelm mit, der den Ausbau des Jagd- und Tiergartens zu einer Eremitage mit einem Sommerschloss als Mittelpunkt beauftragte. Sie zeigte den Teilnehmern, wie die Wege zu den „Eremitenhäuschen“ führen, die zur „inneren Einkehr“ animieren sollen. Sie erläuterte auch wie die Eremitage durch den Markgraf Friedrich und vor allen seine Frau Markgräfin Wilhelmine weiterentwickelt wurde. Sie begeisterte mit Erzählungen über „chinoiseries“, „rocaille“ und Solitaire-Bäumen und erklärte den Zuhörern die Besonderheiten des neuen Schlosses oder die technischen Details zur Wasserbeförderung für die Grotten- und Wasserspiele. Egal ob über die Gärten, die Kaskade, die künstlichen Ruinengebäude oder die prachtvollen Bauten gestaunt oder gefragt wurde, gelang es Monique hervorragend die weniger bekannten Seiten dieses schönen Parks zu zeigen.

Um den Feiertag gemütlich ausklingen zu lassen, kehrte ein Großteil der Gruppe in der Eremitenklause ein. Fränkische Spezialitäten wurden serviert und die Unterhaltung setzte sich fort. Es war ein gelungener, leckerer Nachmittag – sehr informativ und entspannend zugleich!