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Annecy: Studien- und Begegnungsfahrt in unsere Partnerstadt

31. Mai 2026



Überwältigt von der Schönheit der Stadt und ihrer Umgebung war die hinsichtlich Alter und Konfession gut gemischte 45-köpfige Reisegruppe, die sich zusammen mit Busfahrer Mario von Depser-Reisen am Mittwoch, dem 27. Mai 2026 von Bayreuth nach Annecy aufgemacht hatte.  Für die eine Hälfte der Teilnehmenden war es die erste Begegnung mit Bayreuths Partnerstadt, für die andere Hälfte eine Auffrischung ihrer Eindrücke, die sie von früheren Aufenthalten behalten hatten. Bei manchen reichte die Erstbegegnung mit Hochsavoyen in die 60er Jahre zurück. 1966 wurde die Partnerschaft der beiden Städte besiegelt, und so nahm die DFG in Kooperation mit dem EBW Oberfranken-Mitte das diesjährige Jubiläum zum Anlass, vor Ort nicht nur Besichtigungen vorzusehen, sondern auch Begegnungen mit der Bevölkerung. Ermöglicht wurde dies durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und der Stadt Bayreuth.

Auch die Stadt Annecy zeigte sich spendabel, empfing uns offiziell durch die beiden Stadträte Raphael Stojic und Khadija El Barkaoui zu einem Umtrunk und lud uns zu einer Stadtführung ein. Diese konnten wir bei dem gleichen sonnigen Sommerwetter genießen wie alle unseren anderen Unternehmungen. Dazu gehörten die Bootsfahrt auf dem See und eine Exkursion zur königlichen Abtei Hautecombe am Lac du Bourget.

Besonders berührt hat uns die Gedenkstätte Izieu, das ehemalige jüdische Kinderheim aus den Jahren 1943/44.

Ein weiterer Ausflug führte uns auf das Hochplateau des Glières, wo zu Beginn des Jahres 1944 die Résistance Fallschirmanlandungen von Waffen und Munition aus England entgegennahm. Vier Bergführer erzählten uns davon und führten Einzelgruppen durch unterschiedlich schwieriges, aber landschaftlich gleichermaßen herrliches Gelände.

Das Wetter war während des gesamten Aufenthalts schön, so schön, dass es sich eine Gruppe jüngerer Mitfahrer nicht nehmen ließ, sich in der knapp bemessenen Freizeit einmal ins kühle Nass des Sees von Annecy zu begeben.

Als sehr eindrücklich erlebten wir die beiden Gottesdienste, die wir mit unseren französischen Freunden feierten: Am Donnerstag gestalteten wir mit Musik, Lesungen und Fürbitten eine ökumenische Andacht in der Kapelle unserer Unterkunft, des Centre Jean XXIII. Pfarrerin Angela Hager hielt die Predigt, die für unsere Freunde aus Annecy übersetzt wurde. Zu diesen zählten Vertreterinnen der Unierten Gemeinde mit ihrem Pastor Vincent Christeler, P. Michel Tournade von der katholischen Gemeinde Le Christ ressuscité entre lac et montagne, Barbara Fragiacomo, Alain Courtois und Jacques Gonnet von den Reservistenverbänden und Vertreterinnen unseres Schwestervereins Rencontres franco-allemandes Annecy mit ihrer Vorsitzenden Heidi Quazzola, die uns schon am ersten Abend herzlich in Annecy zusammen mit Marie-Claude Foulex herzlich willkommen geheißen hatte.

Einige von ihnen trafen wir am Samstagabend wieder zur Messe in Sainte-Bernadette, die von unserer Reisegruppe mitgestaltet wurde, durch Lesung, Fürbitten, Kanons und vor allem durch unsere fünf Ministranten – Marie und Johannes Konrad, Leni und Moritz Zinner sowie Nikita Maximenko, die Pfarrer Michel Tournade assistierten. Was für eine bewegende Stunde, an die wir uns immer voller Freude und Dankbarkeit erinnern werden!

Steffen Arzberger


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